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Executive Search und Interim Management

CRO-Besetzung: Operativer Turnaround eines Automotive-Zulieferers

Ein familiengeführter Automobilzulieferer mit rund 1.500 Mitarbeitenden: vom drohenden Insolvenzfall nach rund zwei Jahren zurück zu positivem EBIT.

Symbolbild: industrielle Kunststoffverarbeitung
Symbolbild

Unternehmen und Ausgangslage

Ein familiengeführter Automobilzulieferer mit rund 1.500 Mitarbeitenden fertigte Kunststoffkomponenten und Baugruppen an deutschen und internationalen Produktionsstandorten. Wettbewerbsdruck, steigende Kosten und der Wandel zur Elektromobilität hatten das Unternehmen in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage gebracht. Eine Insolvenz drohte.

Die Auslandsstandorte wurden überwiegend als verlängerte Werkbänke genutzt. Zugleich war ein großer Teil des Produktportfolios nur eingeschränkt für Anwendungen in der Elektromobilität geeignet. Kostensenkungen allein konnten diese Situation nicht lösen.

Rolle und Auftrag: ein CRO für die Neuausrichtung

Gesucht wurde ein Chief Restructuring Officer, der die wirtschaftliche Stabilisierung verantworten und eine tragfähige Zukunftsperspektive entwickeln konnte. Zum Auftrag gehörten die Wirtschaftlichkeitsprüfung sämtlicher Standorte, die Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks und die Weiterentwicklung des Produktportfolios.

Die erforderlichen strukturellen Maßnahmen mussten gemeinsam mit den Gesellschaftern definiert und operativ umgesetzt werden. Die Rolle verlangte analytische Restrukturierungskompetenz, Entscheidungsstärke und die Fähigkeit, auch schwierige Veränderungen innerhalb der Organisation zu vertreten.

Die entscheidende Erkenntnis im Gespräch

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Lage wesentlich kritischer war, als es die ursprüngliche Aufgabenbeschreibung erkennen ließ. Es ging um die Existenz des Unternehmens und eine grundlegende strukturelle Neuausrichtung.

Für die Auswahl war deshalb entscheidend, ob eine Führungspersönlichkeit unter erheblichem Zeit- und Ergebnisdruck handeln und die Gesellschafter für weitreichende Veränderungen gewinnen konnte. Die Erfahrung mit einzelnen Effizienzprojekten reichte für diesen Auftrag nicht aus.

Warum die ausgewählte Persönlichkeit passte

Der ausgewählte Kandidat brachte umfassende Restrukturierungserfahrung in der Automobilzulieferindustrie mit. Er konnte wirtschaftliche Schwachstellen systematisch identifizieren, komplexe Veränderungsprogramme strukturieren und operative Maßnahmen konsequent umsetzen.

Ebenso wichtig war seine Vertrautheit mit Familienunternehmen: ihren Entscheidungswegen, ihrer Kultur und dem direkten Austausch mit den Gesellschaftern. Diese Kombination passte zu einem Auftrag, der Konsequenz und Verständnis für die unternehmerischen Rahmenbedingungen gleichermaßen erforderte.

Umsetzung: Produktionsverbund und Portfolio verändern

Im ersten Jahr standen Kostensenkung und wirtschaftliche Stabilisierung im Vordergrund. Ein deutscher Standort wurde geschlossen und Produktion an einen neu aufgebauten Standort in Nordafrika verlagert. Parallel wurde ein asiatischer Standort erweitert. Damit entstand eine wirtschaftlichere internationale Arbeitsteilung.

Zugleich investierte das Unternehmen in die Entwicklung und erweiterte sein Portfolio um Komponenten für die Batteriekühlung. Die Restrukturierung verband die kurzfristige Verbesserung der Kostenposition mit neuen Geschäftsperspektiven in der Elektromobilität.

Ergebnis: nach rund zwei Jahren wieder EBIT-positiv

Nach etwa zwei Jahren arbeitete das Unternehmen wieder EBIT-positiv. Im zweiten Jahr wurde auch der Serienanlauf am neu aufgebauten Produktionsstandort erreicht – ein wesentlicher Meilenstein der internationalen Produktionsverlagerung.

Die Besetzung trug dazu bei, das Unternehmen aus der existenzbedrohenden Situation herauszuführen. Entscheidend war das Zusammenspiel aus konsequenter Restrukturierung, einer veränderten Standortstruktur und der Weiterentwicklung des Produktportfolios.

Reales Mandat aus unserer Beratungspraxis. Unternehmensname und Personen bleiben vertraulich; Standortangaben sind zur Anonymisierung verallgemeinert.

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